· 

Brandschutz in der Zahn- und Fachzahnarztpraxis: Diese wichtigen Aspekte sind ab 2024 zwingend zu beachten

Kleine Brände können schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation eskalieren, da sich Brand- und Rauchgase innerhalb von Sekunden ausbreiten. In einer Zahnarztpraxis bleibt daher nur wenig Zeit für effektive Brandschutzmaßnahmen. Es ist entscheidend, schnell und korrekt zu handeln, da zwischen einem kleinen Brand und einem Vollbrand eines Raumes nur wenige Minuten liegen. Eine gut geplante Evakuierung und klare Aufgabenverteilung sind von immenser Bedeutung, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter und Patienten in Sicherheit gebracht werden können.

 

In diesem Artikel werden wir über die Bedeutung von vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzmaßnahmen sowie die richtige Auswahl und Handhabung von Feuerlöschern sprechen. Zudem ist es wichtig die aktuellen gesetzlichen Aspekte zu beachten, die viele Zahn- und Fachzahnarztpraxen noch nicht auf dem Schirm haben.

 

Wichtige Änderungen 2024, die bei einer Neuanschaffung von einem Feuerlöscher zwingend zu beachten sind:

 

Betriebe müssen wohl bald (Spätestens 2026) ihre alten Feuerlöscher austauschen. Denn gefährliche Per- und polyfluorierte Stoffe (PFAS) werden ab 2026 verboten. Bislang wurden bei der Herstellung von Schaumfeuerlöschern bestimmte Fluortenside verwendet. Da es sich bei den Substanzen um Stoffe der PFAS-Gruppe handelt, sind sie von einem PFAS-Verbot betroffen.

Das bedeutet für Ihre Praxis, dass Sie bei einer Neuanschaffung von Feuerlöschern schon PFAS-freie Löscher kaufen sollten.

 

Löschdecken:

Der Fachnormenausschuss Feuerwehrwesen hat bereits im Jahr 2002 die damalige Norm für Löschdecken DIN 14155 zurückgezogen, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Löschdecken sind daher nicht mehr zur Bekämpfung von Personenbränden geeignet. Diese verursachen schwere Verbrennungen durch die Kleidung auf der Haut, welche sich durch den Druck einer Löschdecke vermehrt in die Haut des Brandopfers frisst. Außerdem ist auch die löschende Person, einer erhöhten Gefahr beim löschen mit einer Löschdecke, ausgesetzt.

Dennoch haben viele Zahn- und Fachzahnarztpraxen Löschdecken als Brandmaßnahme in der Praxis.

 

Kleine Brände können schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation eskalieren, da sich Brand- und Rauchgase innerhalb von Sekunden ausbreiten. In einer Zahnarztpraxis bleibt daher nur wenig Zeit für effektive Brandschutzmaßnahmen. Es ist entscheidend, schnell und korrekt zu handeln, da zwischen einem kleinen Brand und einem Vollbrand eines Raumes nur wenige Minuten liegen. Eine gut geplante Evakuierung und klare Aufgabenverteilung sind von immenser Bedeutung, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter und Patienten in Sicherheit gebracht werden können.

 

In diesem Artikel werden wir über die Bedeutung von vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzmaßnahmen sowie die richtige Auswahl und Handhabung von Feuerlöschern sprechen. Zudem ist es wichtig die aktuellen gesetzlichen Aspekte zu beachten, die viele Zahn- und Fachzahnarztpraxen noch nicht auf dem Schirm haben.

 

Wichtige Änderungen 2024, die bei einer Neuanschaffung von einem Feuerlöscher zwingend zu beachten sind:

 

Betriebe müssen wohl bald (Spätestens 2026) ihre alten Feuerlöscher austauschen. Denn gefährliche Per- und polyfluorierte Stoffe (PFAS) werden ab 2026 verboten. Bislang wurden bei der Herstellung von Schaumfeuerlöschern bestimmte Fluortenside verwendet. Da es sich bei den Substanzen um Stoffe der PFAS-Gruppe handelt, sind sie von einem PFAS-Verbot betroffen.

Das bedeutet für Ihre Praxis, dass Sie bei einer Neuanschaffung von Feuerlöschern schon PFAS-freie Löscher kaufen sollten.

 

Löschdecken:

Der Fachnormenausschuss Feuerwehrwesen hat bereits im Jahr 2002 die damalige Norm für Löschdecken DIN 14155 zurückgezogen, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Löschdecken sind daher nicht mehr zur Bekämpfung von Personenbränden geeignet. Diese verursachen schwere Verbrennungen durch die Kleidung auf der Haut, welche sich durch den Druck einer Löschdecke vermehrt in die Haut des Brandopfers frisst. Außerdem ist auch die löschende Person, einer erhöhten Gefahr beim löschen mit einer Löschdecke, ausgesetzt.

Dennoch haben viele Zahn- und Fachzahnarztpraxen Löschdecken als Brandmaßnahme in der Praxis.

 

 

Für eine effektive Brandschutzstrategie in der Zahnarztpraxis müssen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Sicherheit und das Wohlergehen von Mitarbeitern, Patienten und Besuchern in der Zahnarztpraxis zu gewährleisten und die Auswirkungen von Bränden zu minimieren.

  1. Eine umfassende Gefährdungsbeurteilung durchführen, die auch potenzielle Brandgefahren berücksichtigt.
  2. Technische und organisatorische Maßnahmen gegen Entstehungsbrände entwickeln und dokumentieren, einschließlich Verhaltensregeln im Brandfall wie die Evakuierungsprozeduren. Hier ist der Notfallplan als Aushang zu berücksichtigen und das Dokument Brandschutz Teil B, indem alle wichtigen Maßnahmen und die Sammelstelle außerhalb des Gebäudes genau beschrieben ist.
  3. Einen Flucht- und Rettungsplan aushängen, der gut sichtbar und leicht zugänglich ist.
  4. Fluchtwege und Notausgänge festlegen, freihalten und entsprechend kennzeichnen.
  5. Brandschutzbeauftragte installieren, wobei in der Regel 5% der Beschäftigten ausreichen. Schichtbetrieb und ähnliche Faktoren sollten dabei berücksichtigt werden, und die Ausbildung inklusive Löschübungen sollte alle 5 Jahre aufgefrischt werden. Diese Schulungen sollten im Schulungsplan der Praxis dokumentiert werden.
  6. Die regelmäßige Instandhaltung und Prüfung von Brandmeldeanlagen und Feuerlöschern sicherstellen. Die Wartung der Feuerlöscher sollte alle 2 Jahre erfolgen. Dies ist im Terminmanagement für die Geräte zu etablieren.
  7. Sicherheitsdatenblätter zu den Gefahrenstoffen vorhalten und gegebenenfalls Betriebsanweisungen erstellen.
  8. Gegebenenfalls Sicherheitsbeleuchtung an Fluchtwegen installieren.
  9. Sicherheits- und Gefahrenkennzeichnungen anbringen. Auch die Orte der Feuerlöscher brauchen eine Markierung. Ebenso sollten Stufen und Absätze markiert sein.
  10. Die Lagerung von Gefahrenstoffen ordnungsgemäß organisieren. Hierbei sollte der Lagerbestand von brandfördernden Mitteln maximal für ein Jahr vorgehalten werden.
  11. Die Beschäftigten regelmäßig unterweisen, sowohl vor Aufnahme der Beschäftigung als auch bei Veränderungen des Tätigkeitsbereichs, mindestens jedoch jährlich.
  12. PFAS-freie Feuerlöscher zur Verfügung stellen und regelmäßig instand halten.
  13. Brandklassen beachten. Ich empfehle generell einen CO2-Löscher für Elektrobrände bereit zu halten und Schaumlöscher für die restlichen Brände.
  14. Ausreichend Löschmitteleinheiten für die Quadratmeteranzahl der Praxis beachten. Anzahl der Löschmitteleinheiten_LE

Vorbeugende und Abwehrende Maßnahmen

Vorbeugender Brandschutz:

Vorbeugender Brandschutz umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, Brände zu verhindern oder ihre Auswirkungen zu minimieren, bevor sie überhaupt entstehen. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um potenzielle Brandgefahren zu identifizieren, zu bewerten und zu reduzieren. Der vorbeugende Brandschutz ist ein entscheidender Bestandteil eines umfassenden Brandschutzkonzepts und trägt dazu bei, Leben zu schützen, Sachschäden zu minimieren und die Betriebskontinuität zu gewährleisten.

Beispiele für vorbeugende Brandschutzmaßnahmen sind:

  1. Gefährdungsbeurteilung: Eine systematische Bewertung aller potenziellen Brandgefahren am Arbeitsplatz oder in einem Gebäude.

  2. Baulicher Brandschutz: Die Verwendung von feuerbeständigen Materialien und Konstruktionen, um die Ausbreitung von Bränden zu verlangsamen oder zu verhindern.

  3. Brandmelde- und Löschanlagen: Die Installation von Brandmeldeanlagen und automatischen Feuerlöschsystemen, um Brände frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.

  4. Flucht- und Rettungswege: Die Einrichtung und Kennzeichnung von Fluchtwegen sowie die regelmäßige Überprüfung ihrer Zugänglichkeit und Sicherheit.

  5. Betriebliche Organisation und Schulung: Die Festlegung von Verhaltensregeln im Brandfall, die Schulung von Mitarbeitern in Brandschutzverfahren und die regelmäßige Durchführung von Evakuierungsübungen.

  6. Brandlastenmanagement: Die Minimierung von Brandlasten durch ordnungsgemäße Lagerung und Handhabung von brennbaren Materialien und Chemikalien.

  7. Elektrische Sicherheit: Die regelmäßige Wartung und Inspektion elektrischer Anlagen und Geräte, um Kurzschlüsse und Überlastungen zu vermeiden.

  8. Rauchmelder: Die Installation von Rauchmeldern in Wohn- und Arbeitsbereichen, um frühzeitig vor Rauchentwicklung zu warnen.

  9. Sicherheitskultur: Die Förderung einer Sicherheitskultur am Arbeitsplatz, in der Mitarbeitende für Brandschutzmaßnahmen sensibilisiert werden und aktiv dazu beitragen, Brandrisiken zu minimieren.

Abwehrender Brandschutz:

Der abwehrende Brandschutz bezieht sich auf Maßnahmen und Vorkehrungen, die ergriffen werden, nachdem ein Brand ausgebrochen ist, um das Feuer zu bekämpfen, die Ausbreitung einzudämmen und Schäden zu minimieren. Im Gegensatz zum vorbeugenden Brandschutz, der darauf abzielt, Brände zu verhindern, konzentriert sich der abwehrende Brandschutz darauf, auf Brände zu reagieren und ihre Auswirkungen zu begrenzen.

Beispiele für abwehrende Brandschutzmaßnahmen sind:

  1. Feuerlöscheinrichtungen: Dazu gehören Feuerlöscher, Sprinkleranlagen, Brandmelder und andere Systeme zur Erkennung und Bekämpfung von Bränden.

  2. Brandbekämpfung: Die schnelle und effektive Bekämpfung von Bränden durch geschultes Personal unter Verwendung geeigneter Feuerlöscheinrichtungen.

  3. Evakuierung: Die geordnete Evakuierung von Personen aus einem brennenden Gebäude, um deren Sicherheit zu gewährleisten.

  4. Rettung von Personen und Wertgegenständen: Die Rettung von Personen und wichtigen Gegenständen aus gefährdeten Bereichen während eines Brandes.

  5. Eindämmung von Bränden: Maßnahmen zur Eindämmung und Begrenzung von Bränden, um ihre Ausbreitung auf andere Bereiche zu verhindern.

Fazit

Der vorbeugende Brandschutz ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Sicherheitsstrategie, der dazu beiträgt, Leben zu schützen, Sachschäden zu minimieren und die Betriebskontinuität zu gewährleisten. Durch proaktive Maßnahmen wie Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen und die Installation moderner Sicherheitseinrichtungen können wir Brände verhindern, bevor sie entstehen. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, eine sicherere Umgebung für alle zu schaffen und uns auf das Wichtigste zu konzentrieren: den Schutz der Mitarbeiter, Patienten und Gemeinschaften.


 

 

Sie möchten Ihre Praxisprozesse effektiv anpacken und das gesamte Team erfolgreich in die Abläufe der Praxis etablieren?

 

In meinem Praxis-Blueprint zeige ich Ihnen 5 essentielle Schritte, die für einen ganzheitlichen und erfolgreichen Prozessansatz sorgen.

 

Weil Qualität Vertrauen schafft und Vertrauen Sicherheit und Umsatz!

 

Jetzt Formular ausfüllen und für 0€ erhalten!